Die Arbeit des Deutschen Parlamentarischen Forums für SRGR
Das Deutsche Parlamentarische Forum für sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte hat sich im Sinne des 1994 in Kairo formulierten Aktionsprogramms folgende Arbeitsschwerpunkte gesetzt:
- Unterstützung bei der Umsetzung des Aktionsprogramms von Kairo auf nationaler und internationaler Ebene mit besonderem Schwerpunkt auf Osteuropa
- Profilierung der Thematik in relevanten Ausschüssen und Debatten
- Parlamentarische Initiativen zu sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechten
- Unterstützung der nachhaltigen Entwicklung insbesondere auf dem Gebiet der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte
- Förderung der Entwicklungspolitik in diesem Kontext
- Stärkung der länderübergreifenden parlamentarischen Zusammenarbeit
- Intensivierung des Dialogs mit NGOs, ExpertInnen und MedienvertreterInnen
- Eintreten für ein den Zielen von Kairo adäquates Budget im Bundeshaushalt
Aus der Arbeit des Forums:
Millennium Development Goals (MDG)
Das Deutsche Parlamentarische Forum hat sich zum Ziel gesetzt, die Umsetzung des Aktionsprogrammes der Internationalen Konferenz für Bevölkerung und Entwicklung von Kairo im Jahr 1994 auf nationaler und internationaler Ebene mit besonderem Schwerpunkt auf Osteuropa zu unterstützen.
Dabei ist dem DPF die Umsetzung der Millennium Development Goals (MDG) von großer Wichtigkeit. Die Millenniumserklärung, welche acht international vereinbarten Ziele enthält, wurde im Jahr 2000 auf dem Gipfeltreffen der Vereinten Nationen in New York verabschiedet und erklärt, diese Ziele bis zum Jahr 2015 umzusetzen. Sie beschreibt die globalen Herausforderungen und die Agenda für die internationale Politik zu Beginn des 21. Jahrhunderts.
MDG 5, „Verbesserung der Gesundheit von Müttern“
Die Umsetzung des MDG 5, „Verbesserung der Gesundheit von Müttern“ ist hier eines der zentralen Themen des Deutschen Parlamentarischen Forums. Diese sagt aus, die Müttersterblichkeit zwischen 1990 und 2015 um drei Viertel zu reduzieren.
Doch ist bei keinem anderen der acht MDG´s die Staatengemeinschaft so weit vom Ziel entfernt, wie bei der Umsetzung des MDG 5. Hier wurden bislang die geringsten Fortschritte gemacht. Die Vereinten Nationen, die die Verwirklichung der Ziele überwacht, werden im September 2010 beim Armutsgipfel in New York die Erfolge bzw. Misserfolge bilanzieren.
Für das Deutsche Parlamentarische Forum gibt es einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Mütter- und Säuglingssterblichkeit auf der einen und dem Zugang zu Verhütungsmitteln und Familienplanung auf der anderen Seite. Deshalb hat sich das DPF im März 2010 an einer Aktion beteiligt, die der kanadischen Regierung verdeutlichte, dass die Müttersterblichkeit nicht ohne den Zugang zu Verhütungsmitteln gesenkt werden kann.
Die Vorsitzende Caren Marks appellierte an den kanadischen Premierministers, die Familienplanung wieder auf die Tagesordnung des G8/G20 Gipfels Ende Juni zu setzen. Die Aktion hatte Erfolg, allerdings wird das Problem der „unsicheren Abtreibung“, der jedes Jahr rund 70 000 schwangere Frauen zum Opfer fallen, nach wie vor ausgeklammert.
Nach einer Synopse der Weltgesundheitsorganisation liegen vor allem osteuropäische Länder und Mittelmeeranrainerstaaten in Bezug auf die Senkung der Mütter- und Kleinkindsterblichkeit, sowie beim Zugang zu Verhütungsmitteln und der Geburtsbegleitung durch Hebammen hinter den Vorgaben zurück.
Auch die Weltbank hat sich dem Kampf angeschlossen und einen Aktionsplan zur Förderung reproduktiver Gesundheit für die nächsten fünf Jahre verabschiedet. Es werden sowohl auf globaler als auch auf nationaler Ebene eine Reihe spezifischer Aktivitäten vorgestellt.
Innerhalb des allgemeinen Schwerpunktes zur Verbesserung der Gesundheitssysteme soll mit konkreten Maßnahmen Ländern geholfen werden, mit hohen Geburtenraten umzugehen, den Bedarf an Verhütungsmitteln zu decken, Schwangerschaften sicherer zu machen und die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern, die durch sexuellen Kontakt übertragen werden. Die Weltbank stellt fest, dass Verhütungsmittel, Hebammen und eine bessere Schulbildung für Mädchen den Tod vieler schwangerer Frauen und junger Mütter verhindern könnte.
World Banks Reproductive Health Action Plan 2010-2015
Diskriminierung auf Grund der sexuellen Identität
Das DPF beschäftigte sich im Mai 2010 mit der Verabschiedung der Dokumentation zum Thema "Diskriminierung auf Grund der sexuellen Identität (LGBT human rights)" durch die Parlamentarische Versammlung des Europarats. Für die Entschließung stimmten 51 der insgesamt 318 Europarats-Parlamentarierinnen und Parlamentarier. Auch wenn sich nur 1/6 der Mitglieder dafür ausgesprochen haben, hat dies trotzdem Gewicht.
Die Parlamentarische Versammlung des Europarats hat die rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare in Gesetzen empfohlen. Den Paaren müsse ermöglicht werden, die gemeinsame elterliche Verantwortung für die Kinder eines der Partner zu übernehmen. Dabei müsse das Kindeswohl berücksichtigt werden. Die Europarats-Parlamentarierinnen und Parlamentarier äußerten sich zugleich besorgt über Diskriminierungen von Homosexuellen. Ihr Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit werde in mehreren Europarats-Mitgliedstaaten verletzt, heißt es, unter Verweis auf Verbote von Homosexuellen-Kundgebungen.
Zu den weiteren Forderungen gehört, Verfolgung wegen der sexuellen Orientierung als Asylgrund anzuerkennen, Diskriminierung wegen der sexuellen Orientierung zu bestrafen und diskriminierende Äußerungen gegenüber Betroffenen zu verurteilen. Ausnahmen von Gleichstellungsgesetzen dürfe es für religiöse Organisationen und Einrichtungen nur dann geben, wenn die Gesetze im Widerspruch zur jeweiligen Glaubenslehre stünden und die Religionen dadurch ihre religiöse Autonomie aufgeben müssten. Diese Ausnahmen müssten zudem mit der Europäischen Menschenrechtskonvention vereinbar sein.
Präimplantationsdiagnostik (PID)
Das DPF arbeitet aktuell an dem Thema Präimplantationsdiagnostik (PID) und wird auf der nächsten Sitzung die Ergebnisse der PID in den Mitgliedstaaten der EU diskutieren.In diesem Zusammenhang beschäftigt sich das DPF auch mit dem Embryonenschutzgesetz und dem Thema Assistierte Fruchtbarkeit.
Von besonderer Bedeutung ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom April 2010. Zwei österreichische Paare hatte gegen das Verbot der Eizell- und Samenspende in Österreich geklagt. Der Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte entschied, dass ein derartiges Verbot gegen das Grundrecht auf Schutz der Familie verstößt und unfruchtbare Paare diskriminiere. In Deutschland ist nach dem Embryonenschutzgesetz eine Eizellspende ebenfalls verboten.
Das nächste Treffen des DPF findet am 8. Juli statt.
- Das DPF hat am 11. Juni 2010 an den Präsidenten des Europäischen Parlaments, Jerzy Buzek, einen Offenen Brief versendet, um der Notwendigkeit Nachdruck zu verleihen, dass die Erreichung der Milleniumsziele, vor allem des MDG 5 - Reduzierung der Müttersterblichkeit - in Frage steht. Das DPF betonte in seinem Brief, dass alle Regierungschefs, darunter auch die europäischen Regierungen, sich einig waren und sind, dass Mütter- und Kindergesundheit zu den schwerwiegendsten globalen Gesundheitsproblemen zählen. Deshalb, so das DPF, müssten Sexuelle und Reproduktive Gesundheit und Rechte, hier vor allem der Zugang zu Familienplanung, Teil der MDG-Resolution des Europäischen Parlaments werden. Der Offene Brief (englisch) des DPF kann hier eingesehen werden.
- Das DPF traf sich zur 3. Sitzung am 25. März 2010. Die Themen waren vielfältig. Zum einen referierte die Bundestagsabgeordnete Caren Marks, SPD, und DPF-Vorsitzende über die Reise des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Bundetages nach New York zur 54. Sitzung der VN-Frauenrechtskommission.
Die SPD-Bundestagsabgeordnete Angelika Graf brachte erschütternde Informationen vom Treffen der britischen Sektion der Interparliamentary Union am 22. Februar 2010 zum Kampf gegen Frauenhandel mit.
Die Koordinatorin des JournalistInnenprojekts Margit Miosga, informierte über das aktuelle Angebot eines Hintergrundseminars. Das DPF übernimmt die Schirmfrauschaft. Das Seminar wird von der International Planned Parenthood Federation (IPPF) gefördert.
Sehr breiten Raum nahmen Fachinformationen zum aktuellen Stand der Präimplantationsdiagnostik ein. Als Vortragende war die Fachjournalistin Ulrike Baureithel eingeladen worden.
Zur Lage der Zivilgesellschaft Osteuropas und Zentralasiens bereitet das DPF eine Anhörung am 30. Juni vor. In Planung ist bereits zudem eine Informationsreise zur Lage von Frauen in Gefängnissen. Es stehen Besuche in den Strafvollzugsanstalten in Dinslaken und Vechta auf dem Programm. Die nächste Sitzung des DPF findet am 20. Mai 2010 statt.
Hier das vollständige Protokoll!!!
- Am 21. Januar 2010 fand eine Sitzung des Deutschen Parlamentarischen Forums für sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte (DPF) statt. Als Beitrag des DPF zur Umsetzung des Aktionsprogramms von Kairo auf nationaler wie internationaler Ebene wurde folgendes Aktionsprogramm für das Jahr 2010 beschlossen:
Es werden sechs Arbeitssitzungen durchgeführt, zu denen ExpertInnen eingeladen werden sollen. Themen werden sein: Präimplantationsdiagnostik, Reproduktives Reisen, Lagen von Frauen in Gefängnissen, das Europäische Jahr gegen Armut, Müttersterblichkeit, Novellierung der Europäischen Mutterschutzrichtlinie und Strafrechtsschutz FGM.
Darüber hinaus wird das DPF zu einer Fachveranstaltung einladen, auf der Vertreterinnen der Zivilgesellschaft Osteuropas und Zentralasiens über ihre Situation informieren.
Das DPF plant auch ein Arbeitstreffen mit Mitgliedern des Ausschusses Rechte der Frau und Gleichstellung der Geschlechter im Europäischen Parlament, Brüssel.
Anlässlich des Europäischen Jahres gegen Armut plant das DPF ein Factsheet zu dem Thema "Armut und SRGR" mit dem Fokus auf die Frage, wie auf nationaler Ebene einzelne Bundesländer die Finanzierung von Verhütungsmitteln handhaben. Ein weiterer Schwerpunkt soll sich damit beschäftigen, wie Frauen in Europa von Armut betroffen sind und aus welchen Gründen.
Auf der nächsten Sitzung am 25. März 2010 wird das DPF eine Expertin/einen Experten zum Thema "Reproduktives Reisen, PID" einladen.
- Am 28. Mai 2009 traf sich MP Anthony Steen mit den Mitgliedern des Deutschen Parlamentarischen Forums und einigen weiteren Parlamentariern, die am Thema Menschenhandel interessiert sind. Mr. Steen ist seit einigen Jahren auf dem Feld Menschenhandel sehr aktiv, wobei er sich nicht nur um die Menschenrechtsverletzungen gegen Frauen, die als Sexsklavinnen gehandelt werden, kümmert, sondern auch um die zunehmende Arbeitsausbeutung von gehandelten Männern, Frauen und Kindern. Speziell die Ausbeutung von Jugendlichen hat in den letzten Jahren extrem zugenommen. Im Jahr 2006 gründete Steen im Parlament eine auf das Thema konzentrierte All-Parteien Gruppe.
MP Anthony Steen arbeitet in England eng mit Polizei, Sozialarbeitern und NROs zusammen, wöchentlich wird er mit den neusten Daten und Fakten des Menschenhandels versorgt. Aus diesem Grund kam er nach Berlin auch in Begleitung von Klara Skrivandokova von Anti-Slavery International und Alice Macek, von ECPAT UK (Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Kinder gegen sexuelle Ausbeutung).
Mr. Steen reist durch ganz Europa, um Parlamentarierinnen und Parlamentarier aus allen europäischen Ländern zu einem gemeinsamen Netzwerk gegen Menschenhandel zusammen zu bringen. Die einzelnen Länder der Europäischen Union befinden sich bei diesem Thema im gleichen Boot, entweder als Herkunfts-, als Transit- oder Zielländer.
Er konnte erfolgreiche Kontakte mit Parlamentarierinnen und Parlamentariern in Dänemark, Holland, Italien, Rumänien, Bulgarien, Litauen und Polen knüpfen.
Bei seinem Besuch in Berlin stieß er bei den Mitgliedern des Deutsche Parlamentarischen Forums für Sexuelle und Reproduktive Gesundheit und Rechte ebenso wie den anderen, an dem Treffen teilnehmenden Parlamentariern auf großes Interesse, an einem derartigen europaweiten Zusammenschluss mitzuarbeiten.
- Am Donnerstag, den 29. Januar 09, präsentiert das Forum in den Räumen der Parlamentarischen Gesellschaft in einer nicht öffentlichen
Veranstaltung die aktualisierte Neuauflage der Broschüre "Frauenhandel
in Deutschland". Diese Neuauflage wurde im Auftrag des Ministeriums für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom KOK, dem 'Bundesweiten
Koordinationskreis gegen Frauenhandel und Gewalt an Frauen im
Migrationsprozess e.V.', verfasst. Der zunehmend größeren Bedeutung des Menschenhandels für Hausarbeit wird darin Rechnung getragen. Frauen werden schon lange nicht mehr ausschließlich wegen erzwungener Sexdienstleistungen, sondern als Haushaltshilfen, im
Ernteeinsatz, als Putzfrauen gehandelt. In der Broschüre wird der ganze
Bogen der Problematik Frauen- und Menschenhandel in Deutschland dargestellt, die Expertise von Fachberatungsstellen ist ebenso nachzulesen, wie die rechtlichen Rahmenbedingungen. Die Broschüre ist über www.kok-buero.de zu beziehen.
- Am Samstag, den 24. Januar 2009, hat das Parlamentarische Forum Journalistinnen eingeladen, um über die Trends bei der Europawahl im Juni 09 zu sprechen. Der Fokus der Veranstaltung lag natürlich auf der Fragestellung: Wie konservativ wird in den neuen Mitgliedsstaaten gewählt werden, wenn es um das Thema Sexuelle und Reproduktive Gesundheit und Rechte geht. Der Schlüssel liegt bei der Katholischen Kirche und es ist abzuwarten, wie weit sie die öffentliche Meinung beeinflussen wird, dass Kandidaten aufzustellen sind, die sich für ein Abtreibungsverbot stark machen. Interessant war in diesem Zusammenhang, wie sich die EU-Abgeordneten im vergangenen Sommer bei der Abstimmung zu einer Erklärung bezüglich der Reduzierung der weltweiten Müttersterblichkeit (Millenium Development Goal 5) verhielten. Diese Erklärung, die auch den Zugang zu legaler und sicherer Abtreibung beinhaltete, wurde angenommen. Bei der Wahlanalyse zeigte sich, dass weibliche Abgeordnete die Linie ihrer Partei verlassen oder sich zumindest enthalten, wenn es um die Wahrung fundamentaler Rechte von Frauen geht. Den Journalistinnen wurde erläutert, wie zunehmend einflussreich das Europäischen Parlament für das Alltagsleben in jedem einzelnen Staat wird und wie notwendig eine aufmerksame und kritische Berichterstattung ist, damit sich die Wählerinnen und Wähler für Europa engagieren.
- Antje Blumenthal nahm an der 17. Internationalen AIDS-Konferenz als Delegationsmitglied des European Parliamentary Forum on Population and Development (EPF) teil. Hier ein kurzer Bericht. <//span><//span><//span><//span><//span><//span><//span><//span><//span><//span><//span><//span><//span><//span><//span><//span><//span><//span><//span><//span><//span><//span><//span><//span><//span><//span><//span><//span>
- Am Donnerstag, den 16. Oktober 2008, lädt das Deutsche Parlamentarische Forum für sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte zu einem Gespräch über den "Global Fond zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria" ein. Hier weitere Informationen zur Veranstaltung und den Anmeldungsformalitäten.
- Studienreise: Eine Gruppe des Deutschen Parlamentarischen Forums für SRGR besucht Rumänien. Das Interesse der Gruppe an den neuen EU-Mitgliedsstaaten aus dem ehemaligen Ostblock ist groß und bildet einen Schwerpunkt der Arbeit. Deshalb fand vom 1. bis zum 4. Juli 2008 eine Studienreise nach Rumänien statt. Das Programm zielte darauf, dass die Gruppe ein möglichst tiefen Einblick in das staatliche und nichtstaatliche Handeln hzum Thema SRGR in Rumänien erhält. Ein spannender Aufenthalt! Nun ist es möglich, entweder eine detaillierte Fassung wie auch eine kürzere Version des Berichts über die Studienreise zu lesen.
- Katholische Bischöfe wollen die polnische Gesundheitsministerin Ewa Kopacz exkommunizieren, weil sie einem 14-Jährigen vergewaltigten Mädchen in Lublin zu ihrem Recht verhalf, einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu lassen. In Polen gelten als Gründe für einen Abbruch: Gefahr für die Gesundheit der Mutter, schwerste Missbildungen des Fötus und Vergewaltigung. Obwohl das junge Mädchen alle Papiere hatte, wurde sie von einem Priester und Pro-Life-Aktivistinnen belagert, die sie zum Austragen der Schwangerschaft drängten. Dem in Not geratenen Mädchen half letztlich die Ministerin, eine Klinik für den Eingriff zu finden. "Ich will Mutter werden, wenn ich erwachsen bin", sagte das Mädchen. Die Mitglieder des Parlamentarischen Forums für Sexuelle und Reproduktive Gesundheit und Rechte schrieben einen Brief an die Ministerin, um ihr mitzuteilen, dass ihre Haltung in Europa unterstützt wird.
- Bericht von Antje Blumenthal über die Delegationsreise des European Parliamentary Forum on Population and Development (EPF) zur 52. Tagung der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen in New York vom 25. bis 29. Februar 2008
- Das Europäische Parlamentarische Forum für Bevölkerung und Entwicklung (EPF) bringt monatlich einen Newsletter heraus. Dieser bietet einen guten Überblick über die Arbeit sowie über die legislativen und parlamentarischen Initiativen des EPFs sowie dessen parlamentarischer Gruppen bezüglich sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechte auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene. Hier der aktuelle EPF-Newsletter.
- Paul Hunt, Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen, zu Gast in der Parlamentarischen Gesellschaft, Berlin, 04.04.08
Kurzbericht Vortrag und Debatte
- Parlamentarierdebatte zum Thema "Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung", Berlin, 13.06.2007
Dokumentation der Veranstaltung: "Bewegung in Europa und in Deutschland: Gegen Menschenhandel und für Betroffene - Chancen der deutschen Ratspräsidentschaft"
- Blumenthal bei Konferenz über "Reproduktive Gesundheit der Jugend im Süd-Kaukasus", Tblisi/ Georgien, 22. - 24.03.2007
Konferenz-Bericht der Initiative "Reproduktive Gesundheit der Jugend im Süd-Kaukasus" - Informationsgespräch zum Thema "Schwangerschaft und Schwangerschaftsabbruch bei minderjährigen Frauen", Berlin, 30.11.06
Protokoll der Info-Veranstaltung - Studienreise des Forums nach Polen, Warschau, 02./ 03.11.06
Dokumentation der Reise: "Situation der Frauen in Polen" - Fortsetzungsgespräch der Informationsveranstaltung "Zwangsprostitution und Fussball-Weltmeisterschaft 2006", Berlin, 28.09.06
Dokumentation des Treffens - Informationsveranstaltung "Zwangsprostitution und Fussball-Weltmeisterschaft 2006", Berlin, 16.02.06
Protokoll der Info-Veranstaltung - Erklärung des Forums zum Internationalen Frauentag 2006 "Abpfiff - Schluss mit Zwangsprostitution", Berlin, 08.03.06
Erklärung des Forums
Mehr Information über diese und andere Aktivitäten des Forums finden Sie in der Rubrik News der Mitglieder.